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ADiA in Indien

Projekt für Kinder leprakranker Eltern

Erfahrungen und Eindrücke aus Indien

Ich befinde mich nun seit gut einer Woche in Indien, aber noch nicht allzulange an meinem Arbeitsplatz, in Indien hat halt alles seine Zeit. Dieses Jahr werde ich in Derha Dun verbringen, der Hauptstadt des Staates Uttranchal. Die Stadt liegt am Fuße des Himalajas, der am Horizont aufragt. Alles ist sehr grün hier, denn der Monsun ist gerade zu Ende gegangen. Das Projekt Manvata teilt sich in zwei Teile. Zum einen gibt es das Haus mit den Kindern zwei Jungen und zwei Mädchen und zum anderen die Farm in Jadra, einem kleinen Ort in unmittelbarer Nähe zu Derha Dun.

Das Haus in der Stadt ist ein großes, schönes aber sehr einfaches Haus. Darin leben die Mutter von Herr Gairola, Leiter dieses Projektes, eine junge Frau, die sich um die Kinder kümmert, eine weitere, welche den Haushalt besorgt und ein junger Inder, der Besorgungen erledigt, Auto fahren kann und sonst überall mit anfaßt. Wie schon oben gesagt, ist hier alles höchst bescheiden: die Kinder schlafen auf dem Boden, haben zum Spielen nur sehr wenige, ja eigentlich keine richtigen Spielsachen, nur ein paar Kleider zum Wechseln; Papier erhalten sie nur zum Schreiben. Es ist aber trotz allem ein großer Fortschritt, wenn man an ihre Vergangenheit denkt, wo sie in Slums von ihren leprakranken Eltern kaum noch versorgt werden konnten. Hier im Haus leben sie in einer Art Familie, können lernen, was sie auch mit großem Eifer tun, und vor allem haben sie genügend zu essen und medizinische Versorgung.
Es sind vier sehr unterschiedliche Kinder, aber alle haben sie ein aufgewecktes und fröhliches Wesen.
Den ersten Tag hier in Derha Dun habe ich mit den Kindern verbracht, und sie haben mir den Anfang nicht sehr schwer gemacht. Am Ende des Tages war mein Name den sie mir verliehen: "Weißer Bruder".

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