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Visionen zum Projekt
Möglichkeiten und Grenzen im ADiA
Eine Schule für die Zukunft
Ein paar Worte zur Zukunft. Mitte Dezember werden zwei Deutsche nach Indien kommen, ein Lehrer und ein angehender Landwirt. Ich bin gerade dabei, einen Bericht über das Projekt zu erarbeiten, welcher zum Sammeln von Spenden verwendet werden kann. Dann ist mein weiterer Plan, ein weiteres Haus (ca. 2 Zimmer) auf der Farm bauen zu lassen, und mehr Kinder (insgesamt ca. 10- 12) in das Projekt zu integrieren. Ich hoffe, daß es möglich ist, den Kindern Unterricht auf der Farm zu ermöglichen. Vielleicht kann das der Lehrer übernehmen. Wenn nicht, kann ich hoffentlich jemand anderes finden. Zuerst einmal werde ich ab Januar mit den Kindern mehr Zeit auf der Farm (ca. fünf Tage die Woche) verbringen und ab Mitte Februar ganz mit ihnen auf der Farm leben.
Gelingt es mir, daß mehr Kinder im Projekt betreut und dort auch unterrichtet werden, so können wir aus dem "Adoptionscharakter" ein richtiges soziales Projekt machen. Ich glaube, daß es mir gelingen wird, hier etwas aufzubauen und würde mich über Ideen und Anregungen aus Deutschland freuen.
Aber täglich geschehen neue Dinge, von denen ich denke, die müßen aber noch in den Bericht. Am 7. Dezember sind ein dreiundzwanzigjähriger junger Mann und ein Gartenbaulehrer aus Deutschland hier eingetroffen. Da sich unsere Ideen weitgehend decken, und auch die neuen Mitarbeiter gleichfalls der Meinung sind, ein soziales Projekt könne und müsse hier ausgebaut werden, haben wir zunächst das Projekt Schule, bzw. Vorschule in Angriff genommen. So haben wir in den letzten Tagen mit den Kindern des Projekts und einigen Kindern aus der Umgebung die Vormittage gestaltet. Es wurde gemalt (auf weißem Papier und nicht in einem Malbuch mit Vordruck wie sonst üblich), gesungen, und Rhythmusübungen wurden durchgeführt. Wir haben auch kleine Nemrut Bäume (eine indische Frucht) gepflanzt. Das soll nun erst einmal vier Tage die Woche am Vormittag gemacht werden.
In der Nähe des Grundstücks steht bereits der Rohbau der Schule. Mit dem Bau, der drei Klassenzimmern hat, wurde schon vor einigen Jahren angefangen, dann ging aber das Geld zu Neige. Ich hatte bereits ein Treffen mit dem Bürgermeister dieses Dorfes, der für die Schule zuständig ist. Was mit dem Gebäude geschehen soll, wird aber erst im Januar entschieden. Ich würde mir wünschen, daß uns das Dorf diese Schule zur Verfügung stellt und wir sie mit Hilfe aus Deutschland fertigstellen, so daß der Unterricht zumindest für erst einmal eine Klasse beginnen könnte. Ich denke, es wird noch eine Weile dauern, aber es ist ein Anfang.
Für mich ist hier nun eine neue Zeit angebrochen. Es ist doch ein großer Unterschied, mit Europäern zu leben und zu arbeiten. Auch wenn meine „Einsiedelei“ eine schöne und lehrreiche Zeit war, freue ich mich jetzt, ein wenig Unterstützung zu haben.
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